あらすじ
Dieser Inhalt ist eine Zusammensetzung von Artikeln aus der frei verfugbaren Wikipedia-Enzyklopadie. Seiten: 33. Kapitel: Das dreissigste Jahr, Der Fall Franza, Der gute Gott von Manhattan, Die Zikaden, Reklame, Das Honditschkreuz, Malina, Ein Geschaft mit Traumen, Der junge Lord, Der Prinz von Homburg, Portrait von Anna Maria, Der Schweisser, Die Karawane und die Auferstehung, Die Fahre, Das Lacheln der Sphinx, Der Kommandant, Auch ich habe in Arkadien gelebt, Im Himmel und auf Erden, Simultan, Undine geht, Jack Hamesh, Der Hinkende, Die Radiofamilie Floriani. Auszug: Das dreissigste Jahr ist ein von Ingeborg Bachmann zuerst 1961 veroffentlichter Zyklus von sieben Erzahlungen, die sich mit Themen der Nachkriegszeit in Osterreich und Deutschland beschaftigen. Obgleich die Offentlichkeit auf diesen ersten Prosatext der Autorin zuruckhaltend reagierte, gilt er als einer der wichtigsten Texte deutscher Sprache nach 1945. 'Nach dem Krieg' - dies ist die Zeitrechnung," schreibt Bachmann in der hier enthaltenen Erzahlung Unter Mordern und Irren. Die Mehrzahl der reprasentativen deutschen Autoren beschaftigte sich nach einer Bemerkung von W. G. Sebald in dieser Nachkriegszeit damit, den Mythos vom guten Deutschen" zu propagieren. Das Kernstuck der damit in Umlauf gekommenen Apologetik bestand in der Fiktion einer irgendwie bedeutsamen Differenz zwischen passivem Widerstand und passiver Kollaboration." (vgl. Literaturangaben) Im Gegensatz zu dieser Literatur des guten Gewissens schildert Ingeborg Bachmann verschiedene Formen der nachtraglichen passiven Kollaboration, die die Autorin in der Perspektive einer fortwahrenden individuellen Verantwortung erzahlt. Die Erzahlung Das dreissigste Jahr" gibt in Titel und Gehalt den Grundton der folgenden Erzahlungen an, die in verschiedenen Entscheidungssituationen die Verantwortung der Figuren fur ihr Tun und Lassen untersuchen. Die Handlungen der Figuren werden zwar durch di