WIE DEIN GEHIRN LERNT ! UND WAS DU UND DEINE LEHRERINNEN UND LEHRER DARUBER WISSEN SOLLTEN
SabinePetersNienkevanAtteveldtJessicaMassonniéStephanE.Vogel
あらすじ
Kinder gehen in die Schule, um zu lernen, und das Lernen findet im Gehirn statt. Während der Zeit der formalen Schulbildung entwickelt und verändert sich das Gehirn eines Kindes weiterhin stark. Deshalb sind die Neurowissenschaften (die Erforschung des menschlichen Gehirns) und die Bildung eng miteinander verbunden. Lernen ist nur möglich, weil das Gehirn plastisch, also formbar, ist. Mit Plastizität ist die Fähigkeit des Gehirns gemeint, seine Struktur umzugestalten und dadurch verschiedeneFunktionen und auch das Verhalten zu verändern. Aber was genau verändert sich im Gehirn, wenn wir etwas Neues lernen? Was sind die optimalen Bedingungen für das Gehirn, um zu lernen? Warum vergessen wir auch Dinge? Welche Veränderungen finden während der Entwicklung des Gehirns in der Kindheit und Jugend statt? Und welche Ähnlichkeiten und Unterschiede gibt es, wenn wir diese Veränderungen mit den neuronalen Mechanismen des Lernens und des Gedächtnisses vergleichen? Die Forschung mittels Neurobildgebung, auch “Gehirn-Scanning” genannt, hat einen großen Schritt möglich gemacht: Wir wissen heute deutlich mehr über die Gehirnentwicklung, das Lernen, das Gedächtnis und andere schulrelevante Fähigkeiten wie Lesen und Rechnen, aber auch über die Kreativität, die Metakognition sowie die Emotionen und Ängste, die mit dem Lernen zusammenhängen. Aber was messen diese Gehirn-Scan-Techniken eigentlich? Welche Fragen können wir mit Neurobildgebung beantworten, und wo liegen ihre Grenzen? Diese Sammlung vermittelt auf gut verständliche Weise einen Überblick über den aktuellen Stand der Erkenntnisse zu den Mechanismen von Gehirnentwicklung, Lernen und Gedächtnis. Wir wollen damit Kindern helfen zu verstehen, wie ihr Gehirn lernt und sich entwickelt und wie diese Prozesse durch die Umwelt und die Anstrengungen der Kinder selbst beeinflusst werden. Außerdem erörtern wir, warum es wichtig ist, dass auch Lehrpersonen und andere pädagogische Fachkräfte über das Gehirn und die Methoden der Neurowissenschaften Bescheid wissen. Wir erklären zudem, was passiert, wenn falsche Vorstellungen über das Gehirn verbreitet werden, oder wenn richtige Tatsachen falsch interpretiert werden. Neuromythen wie “wir nutzen nur 10 Prozent unseres Gehirns” halten sich hartnäckig, und es ist wichtig, diese falschen Vorstellungen aufzudecken und durch tatsächliches Wissen zu ersetzen.