Die (un)geliebten Schwestern: zum Verwandtschaftsverhältnis von Frauenforschung und Frauenbewegung
CarolinKohlmeier
あらすじ
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Frauenstudien / Gender-Forschung, Note: keine, Universität Bielefeld, Veranstaltung: Integrationsveranstaltung I, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Sigrid Metz-Göckel konstatiert in ihrem Aufsatz zum Verhältnis von neuerer Frauenforschung und neuer Frauenbewegung, diese seien "in ihren jeweiligen Kontexten ungeliebte Schwestern, weil sie die impliziten und manifesten Hierarchien zwischen Brüdern und Schwestern in ihren verinnerlichten und historisch 'zufälligen' Formen nicht mehr akzeptieren" (1987, 49). In dieser Behandlung des Themas soll es weniger um das Verhältnis von Frauenforschung und Frauenbewegung zu ihrer Außenwelt gehen, als vielmehr um die Beziehung der beiden 'Schwestern' untereinander. In der Beschäftigung mit theoretischen Abhandlungen zur neueren Frauenforschung wird stetig Bezug auf die neue Frauenbewegung genommen, da beide von Grund auf miteinander verbunden sind. Jedoch wird dieses Verhältnis in unterschiedlicher Art und Weise ausgelegt, wie etwa am Beispiel der Diskussion um die von Maria Mies veröffentlichten Postulate zur Frauenforschung deutlich wird. Inwiefern sich die Frauenforschung an den Entwicklungen der Frauenbewegung orientieren und sie somit zu einem Einflussfaktor ihrer wissenschaftlichen Arbeit machen sollte, ist kontrovers und in zahlreichen Texten zur Frauenforschung thematisiert worden. In dieser Arbeit soll untersucht werden, wie es zu einer solchen Differenz der Positionen kommen konnte, wie also die divergierenden Ansichten zu erklären sind, und es soll ebenso erörtert werden, welche Auswirkungen die Diskussion um ihren Bezug zur Frauenbewegung für die Frauenforschung gehabt hat. Es wird also im Schwerpunkt ein kritischer Blick auf die rund um die 1980er Jahre geführte Debatte erfolgen, da in diesem Zeitraum die Diskussion auf ihrem Höhepunkt war und die eigentlichen Weichenstellungen erfolgten. Dabei soll ausschließlich die deutsche Frauenforschung