あらすじ
Die vorliegende Studie ermöglicht einen faszinierenden und überraschenden Blick auf die Geschichte Namibias, die anhand des historischen Verlaufs einer Grenze erzählt wird. Beginnend mit den Anfängen als temporäre Absperrlinie gegen die Rinderpest im ausgehenden 19. Jahrhundert, veranschaulicht der Autor die Grenz-entwicklung bis zum Bau eines zwei Meter hohen und 1250 Kilometer langen Zauns in den 1960er Jahren, der bis heute Nord- und Zentralnamibia trennt. Ziel dieses sich langsam vollziehenden Prozesses war es, sowohl Mensch und Vieh beidseits der Grenze zu trennen, als auch Gegensätze zwischen modern und traditionell, gesund und krank, europäisch und afrikanisch zu schaffen. Giorgio Miescher ist Historiker und hat zu verschiedenen Themen der Geschichte Namibias und des südlichen Afrikas publiziert. Zur Zeit ist er ein Marie Curie Inter-national Outgoing Fellow am Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel in der Schweiz und dem Centre for Humanities Research an der University of the Wes-tern Cape in Südafrika.