Die "Zauberkraft" der Worte - Zu Freuds ambivalentem Verhältnis zu Sprache und Literatur
RomanKuhn
あらすじ
Sucht man nach einer Textbasis, um sich Freuds Verhältnis zur Sprache anzunähern, so unterliegt die Suche schnell einem Domino-Effekt, der beinahe keinen seiner Texte auslässt, so verwoben ist seine Arbeit mit den Phänomenen der Sprache. Da an dieser Stelle allerdings der Untersuchung enge Grenzen gesetzt sind, müssen viele der Freudschen Texte ausgeschlossen werden. Nur an einigen besonders relevanten Texten sollen hier die verschiedenen Aspekte und auch (zeitlichen) Stufen von Freuds Verhältnis zur Sprache näher betrachtet werden. Mit Freuds Verhältnis zur Sprache ist gleichzeitig sein Verhältnis zur Literatur angesprochen, das hier ebenfalls – allerdings nicht weniger den Grenzen dieser Arbeit unterworfen – untersucht werden soll, spielt sich doch Freuds Verhältnis zur Literatur nicht nur vor dem Hintergrund ab, dass er ein äußerster Kenner und auch Liebhaber derselben war, sondern reflektiert auch immer die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Arbeitsfelder – das des Literaten und das des Psychoanalytikers und Theoretikers des Seelenlebens –, die so eng mit Sprache verbunden sind.

